Thowes Blog

Moment / Aufnahme

Der 2. April, einen, oder genauer ein weiterer Tag nachdem gefühlt der letzte große deutsche Politiker verstorben ist. Was bleibt ist ein Gefühl von einer Menge an Abziehbildern, die auf Wählerstimmenfang gehen und zu oft Volk und Wirtschaft verwechseln oder, je nach Couleur und wohl trainierter Demagogie, ihr Volk verführen um es zu führen, wohin auch immer die eigenen Interessen münden. Ob man den Eid nun zum Wohle der Menschen oder des Volkes abgibt, was fehlt ist oftmals das Gefühl, es ist wirklich ernst gemeint und das hinter den Handlungen auch ein Gewissen steht und nicht Lobby oder die Sehnsucht nach Macht. Reise sanft Hans-Dietrich, wohin die Reise auch führen mag, mögen sie deine Diplomatie schätzen.

Ach welch Dilemma birgt das Trilemma,
es kann nicht mit einem, es kann nicht mit beidem.
Du magst es noch so sehr versuchen,
am Ende bleibt das stete verfluchen!
So schaust du Links, ums Rechte zu sehen,
doch weißt du nie all das zu verstehen.
Die Mitte bleibt ein wankendes Ding,
in der ich mich nie mit meiner Meinung find.
So kann ich nicht mit einem, so kann ich nicht mit beidem,
ach welch Dilemma birgt in mir dieses Trilemma.
Im Kreise mag ich mich auf ewig drehen,
aber niemals je das Rechte und Linke verstehen.
Die Mitte bleibt zu weit rechts von Links,
das Linke zu weit links von Rechts.

Was bleibt?

Es ist die Last unter der die Demokratie ätzt.
Auf dessen Fundament ich mich doch setz!
So drehe ich mich und bleibe im Kreis,
im Dilemma des Trilemma, meist.

Wenn ein Stück Deutsche Geschichte stirbt, so fühle ich mich gerade. Der Tod ist ein steter Begleiter, am Ende gar der einzige. Vielleicht ist Helmut Schmidt der letzte Politiker um den ich trauern werde, weil er wirklich ein Original war, einer, der neben Schnauze eben auch Inhalt mit einen feinen, ausgebildeten Intellekt hatte. Es war der letzte „echte“ Kanzler, einer, der gehen musste und dies nicht weil das Volk ihn misstraute, sondern weil andere Parteien dies wollten und ihr Misstrauen aussprachen. Was kam war Machtbesessenheit und der Verfall dessen, was ein Kanzler im Amt wirklich sein sollte: Ein Mensch, der sein Land und sein Volk als Verantwortung sieht. Und das tat Helmut Schmidt bis zu seinen letzten Tagen. Nein, ich habe definitiv nicht allem zugestimmt was er sagte, nicht jede These unterstützt, war alles andere als zwingend seiner Meinung und doch gilt für mich, er hatte meinem Respekt und dieser wird diesem Tag überleben. Mach’s gut! 🙂

Ich weiß nicht, wie viele Herzen in meiner Brust schlagen, ich weiß nur um eines, was gerne für einen Menschen schlagen würde. … Genau hier beginnt das Dilemma, denn „Ich“ sein zu dürfen, in meiner gedanklichen Freiheit zu leben und leben zu dürfen, ist es, was mich wirklich bewegt. Mal stehe ich im rechten Lager, ohne da hinein zu gehören, mal im linken, ohne hierhin zu wollen. Mal bin ich schwul, mal homophob. Ein Rassist bin ich ebenso, ohne das ich im geringsten an Rassen bei Menschen glaube, aber ich gebe etwas auf gutes Benehmen. Religiöser Fanatiker, Bilderbuch-Atheist, Menschenfeind, Menschenfreund, ein Gutmensch und so vieles mehr, dabei ist Fairness der einzige Fanatismus, der mein Wesen antreibt. Ich bin in den Augen anderer so vieles, ohne je etwas von diesem zu sein. Meist habe ich keine Meinung, weil ich meine, es wäre zu einfach eine zu haben. Oftmals kann ich viele Seiten sehen, wie soll ich mich entscheiden, wenn mir Spontanität als Aktionismus erscheint und „eine Seite“ die Gefahr von Ungerechtigkeit für die andere birgt? Die Bilder die ich habe sind oftmals so groß, dass ich Angst verspüre im gesamten die Details zu übersehen, die eben die entscheidende Nuancen sind. Bin ich phlegmatisch, wenn doch in mir Jähzorn brodelt? Bin ich Choleriker, weil ich die Diplomatie liebe? Harmonie, sie ist die Melodie, die ich wirklich liebe. Ich kann Streit nichts abgewinnen, sehr wohl halte ich ehrliche Kommunikation, mit all den Hürden, Makel und Verletzungsrisiken für wichtig. Ich weiß, ich verletze, doch fehlt mir jede Absicht andere Menschen zu verletzen, denn perfide zu sein ist zwar meine menschliche Natur, aber wider meiner Gerechtigkeit und doch lästere ich gerne. Ich ergreife selten Partei, erst, wenn es schreiend ungerecht wird und versuche jeden Menschen, egal jedweder Ansicht in seiner Emotionalität und somit in dem Wert, der mir als menschlich wertvoll erscheint, zu begreifen. Ich bin herzlos, weil es nie ein Herz in mir geben kann, aber herzlich, weil meine vielen für alle Menschen schlagen, auch die, die mir zuwider sind und das sind viele, aus Gründen, die nicht immer welche sind. Doch wäre ich mir selbst zuwider, würde ich nicht jeden derer so behandeln, wie einen Freund. Da unterscheide ich nicht, auch wenn ich ein schlechter Freund bin, so unglaublich schlecht darin Freundschaft zu pflegen, ein Mensch, der mir etwas bedeutet, hat seinen Platz und ist mir wertvoll. Ich bin radikal, weil meine Gedanken oft radikal sind, aus Prägung, aus einem inneren Kampf heraus und dennoch sehe ich Lösungen einzig im moderaten Denken und akkuraten Handeln. Ich weiß wer ich bin, weil ich „Mich“ als Bild in mir verfestigt habe und doch weiß ich auch, dass es „Menschenkenner“ gibt, die nicht wissen, was ich bin. Mich zu analysieren? Hätte ich eine gespaltene Persönlichkeit, so wäre ich Ghandi, so wäre ich Pol Pot und würden Frieden im Krieg gegen den Krieg suchen. Widersprüche? Wie widersprüchlich ist es, ich zu sein? Blind vertrauend paranoid und niemals einfach, weil mir einfach zu sein paranoid erscheint. Ja, ich bin ein Mensch. Ja, ich bin formbar und hasse Schokolade, weil ich sie liebe. Wer bin ich, dass ich dich verwirre, irre zu sein, wer ich bin?

Eben ein paar Gedankenfetzen, über ein paar Menschen, die einfach nur in einer Form der geistigen Steinzeit leben. Ja, auch in den Länder aus denen die Menschen fliehen, gibt es Menschen die ebenso Arschlöcher sind wie die, die Flüchtlingsheime angreifen. Sie sind sich ähnlich und gibt man ihnen die Möglichkeiten, werden sie immer und überall auf der Welt zu beweisen wissen, welch unmenschlichen Tiere sie sind. Sie morden, vergewaltigen und halten eine Fahne in die Höhe, die keinerlei Wert hat und mit Blut getränkt ist. Gefangen im alten Kreislauf von Hass und Gewalt und der Idee, das eine Nationalität, eine Religion oder was auch immer eben ihnen dieses Recht zur Unmenschlichkeit gibt. Wir sind aber nicht das Land der Arschlöcher, auch wenn wir in Zukunft einige Prüfungen werden überstehen müssen. Die Welt verändert sich und wir haben die Chance jenseits von Herkunft und Religion zu beweisen, dass die Gruppe der guten Menschen eine viel größere ist und diesen Kampf bestehen wird.

Schenke einem narzisstischen Nazi farbige Narzissen,
er wird nie um ihre großmütige Schönheit je wissen!
Alles was er in seinem leeren Leben versteht und sieht,
ist der schwarze Hass, der ihm füllend stetig obsiegt!

Schenke einem bornierten Brauen Dichtung und Wort,
er weiß nur für Hass in seinem einfältigen Geist ein Ort!
Er sieht und hört, was er zu sehen und hören ist bereit,
so gräbt sich der Nationalismus als Droge in sein Geist!

Schenke einem lauten Rechten dein volles Gehör,
du wirst hören, was dein Verstand wahrlich verstört!
Sie nennen sich Deutsche, doch mit welchem Recht?
Glauben sie das der Geburt birgt dieses? Echt?

Was immer im Leben du bist zu schenken bereit,
kommt es vom Herzen, ist die Güte nie weit!
Denn schenke einem Menschen mit Herz dein Vertrauen,
ein Fundament, auf welches man kann Freundschaften bauen!

Denn jenseits von Nation, Herkunft, Land und der Religion,
liegt in der Weisheit der Menschlichkeit der höchste Lohn!
Denn!
Wirklich Deutscher ist der, der meine Sprache wahrlich spricht,
mit seinem Herzen und nicht der, der mit der guten Güte bricht!
Noch eines!
Gott ist Recht, ein Recht für jeden auf Freiheit und Leben
und uns ist der Kampf, für alle, danach und dafür zu streben!

Ein Sonntag, ein sonniger, es ist Maiwoche in Osnabrück, die Beine tragen von dort hinfort, vorbei an Gebäuden, am Theater, am Dom, am Kloster und alles ist beeindruckend und man selbst so winzig klein. Rein in ein wenig Wald, die Lange Wand, vorbei am riesigem Firmengelände, gebaut von Menschenhand, wie so vieles, so großes. Ein Baum, noch einer, noch viele, gebaut von der Natur und man begreift: So beeindruckend das auch erscheinen mag, was wir, die Menschheit erschaffen haben, so wenig und klein und auch nutzlos ist es im Vergleich zu dem, was in jeden Ast eines Baumes den Beweis dessen liefert, was wir Tag um Tag in unserer kleinen Welt ignorieren.

Ja, es ist das 2. mal, dass ich es dir nicht mehr persönlich wünschen kann und alles was bleibt ist die Erinnerung, an die vielen Muttertage, daran, dass du immer da warst bis zu dem Tage, wo du es nicht mehr warst. Auf ewig vermissend und auf ewig dankbar dafür, dass es dich gab. 🙂

… Ich fürchte, ihr habt da etwas falsch verstanden. Basketball war immer die einzige Sportart die ich je selbst spielen mochte, der Rest hat mich eher genervt als begeistert und wenn ich auch Fußball mag, damals es zu spielen war nie meins. Wie sehr hat es mich begeistert, als ihr in die Basketball Bundesliga aufgestiegen war, Entenhausen, meine Heimat, das kleine Quakenbrück und kaum größere Artland. „Die Dragons“, es war „unser“ Aushängeschild für eine kleine, einst sehr charmante Stadt die Stück für Stück zerbröckelt und heute wieder ein Stück weit weniger meine gefühlte Heimat geworden ist. Die Perle des Artlands hat ein Stück ihres Glanzes verloren, was bleibt ist ein matter Schimmer, als Erinnerung, an vergangene und ja, an großartigen Zeiten! Lebt wohl Dragons! Eure Heimat mag für ewig in den Herzen eurer Fans Wurzeln schlagen, immer dann, wenn wir von „Damals“ sprechen seid ihr bei uns, als die Flamme der Begeisterung, die niemals gehen wird. Warm und ewig!

Wohin des Windes weites Wehen, wie willst du die Liebe je verstehen? Ein Sturm, kein leises Tosen, ein Hauch, wie der Duft von Rosen? Als blinder Wanderer, so gehst du in die höllend heiße Sahara und mit dem Anbruch der Nacht, da wird dir vieles klarer. So wandelt sich warmes Licht in dunkle Kälte und die Hyäne des Abschieds, sie lacht ihr grobes Bellen. Nicht?!

Schaut! Die saftige Liebe, sie liegt am Boden! Die Geier, sie kommen, mit lautem Tosen! Auf zur Zerstücklung! Die letzte Feier!

Es ist ein Festmahl, bereitet aus Freude, bereitet aus Leid. So ziehe es an, dies grausame Totenkleid! Die Tafel ist reichlich gedeckt, mit dem, was die Liebe zerstört und die Schergen des Todes, sie sind in Scharen betört. Ein jeder im Wissen: Liebe ohne Glauben muss gehen! Sag, mag denn niemand die Hoffnung in ihrer Schönheit sehen?

Seht! Im Garten des Glaubens verwelkt die Rose des Glücks, sie weicht, doch der Gestank des Todes nicht. Des Winters Eden.

Der Kadaver der Liebe verrottet im heißen Wüstensand. So groß des Sandes Meer, ein niemand ihn fand. Der faulige Gestank weicht der klaren Nacht: Niemand gab auf diese Liebe Acht! So geht ein Wanderer mit vielen Narben, gezeichnet durch den dornigen Rosengarten. Dorn um Dorn weicht der Wind und offenbart die Stille des Moments – Wohl dem, der diesen nicht kennt.

 


Das Gedicht entstand um begreiflich zu machen, dass ein guter Teil der Liebe selbst, vor allem die fordernden Liebe, also die zu einem Partner, eben auch immer einen gewissen Wahnsinn in sich trägt. Sehnsüchte werden auf jemand projiziert ohne je zu wissen, ob es eine Zukunft hat. Genau deshalb braucht die Liebe wohl ein wenig Blindheit und jeder, der „Blind“ jemanden auf spezielle Art vertrauen kann, sollte diesen Reichtum bewusst schätzen lernen. Wer es nicht tut, verliert den Glauben und den Blick für das, was er gefunden hat. Geht der Wahn, kehrt die Realität heim und diese ist leider nicht selten deutlich grauer als die Farben der Liebe zuvor. Liebe braucht Zukunft, gibt es diese nicht, wird außer Leid nichts am Ende warten, reich beschenkt ist der, der die „Stille des Moments“, die Erkenntnis des Verlustes eben nicht kennt und vielleicht sogar das Glück hatte, diesen niemals kennenlernen zu müssen. Klug ist der, der begreift, dass die Liebe auch Grenzen kennen muss, denn wer zu viel opfert, wird Wunden davontragen, die niemals heilen. Denn was die Liebe wirklich braucht, ist die Hoffnung und dafür braucht es ein starkes Herz und Mut zum Verstand.

Mein Dank geht an Avesta, für den Titel der nun diesem Gedicht einen Namen gibt. 🙂

Zugegeben, ich bin ein Mensch der nicht frei von Vorurteilen ist. Manche sind so alt, dass ich nie daran gedacht habe, diese mal aufzulösen und eines, welches definitiv in diese Kategorie gehört(e), ist das über Mallorca. Für mich immer und immer wieder ein/der Inbegriff für Partypeople, Alkohol und sinnloses besaufen. Das wäre mir für den Urlaub viel zu wenig und der Strand ist nicht unbedingt mein ersehntes Ziel, auch wenn ich Strände liebe, die Sonne liebt es noch viel mehr mich zu verbrennen. Ich verzeihe ihr das aber immer wieder, auch wenn sie meist ein treuloses und kaltes Biest ist.

Weiterlesen

1 2 3 11