Moment / Aufnahme

Meine Gedichte

Ach welch Dilemma birgt das Trilemma,
es kann nicht mit einem, es kann nicht mit beidem.
Du magst es noch so sehr versuchen,
am Ende bleibt das stete verfluchen!
So schaust du Links, ums Rechte zu sehen,
doch weißt du nie all das zu verstehen.
Die Mitte bleibt ein wankendes Ding,
in der ich mich nie mit meiner Meinung find.
So kann ich nicht mit einem, so kann ich nicht mit beidem,
ach welch Dilemma birgt in mir dieses Trilemma.
Im Kreise mag ich mich auf ewig drehen,
aber niemals je das Rechte und Linke verstehen.
Die Mitte bleibt zu weit rechts von Links,
das Linke zu weit links von Rechts.

Was bleibt?

Es ist die Last unter der die Demokratie ätzt.
Auf dessen Fundament ich mich doch setz!
So drehe ich mich und bleibe im Kreis,
im Dilemma des Trilemma, meist.

Eben ein paar Gedankenfetzen, über ein paar Menschen, die einfach nur in einer Form der geistigen Steinzeit leben. Ja, auch in den Länder aus denen die Menschen fliehen, gibt es Menschen die ebenso Arschlöcher sind wie die, die Flüchtlingsheime angreifen. Sie sind sich ähnlich und gibt man ihnen die Möglichkeiten, werden sie immer und überall auf der Welt zu beweisen wissen, welch unmenschlichen Tiere sie sind. Sie morden, vergewaltigen und halten eine Fahne in die Höhe, die keinerlei Wert hat und mit Blut getränkt ist. Gefangen im alten Kreislauf von Hass und Gewalt und der Idee, das eine Nationalität, eine Religion oder was auch immer eben ihnen dieses Recht zur Unmenschlichkeit gibt. Wir sind aber nicht das Land der Arschlöcher, auch wenn wir in Zukunft einige Prüfungen werden überstehen müssen. Die Welt verändert sich und wir haben die Chance jenseits von Herkunft und Religion zu beweisen, dass die Gruppe der guten Menschen eine viel größere ist und diesen Kampf bestehen wird.

Schenke einem narzisstischen Nazi farbige Narzissen,
er wird nie um ihre großmütige Schönheit je wissen!
Alles was er in seinem leeren Leben versteht und sieht,
ist der schwarze Hass, der ihm füllend stetig obsiegt!

Schenke einem bornierten Brauen Dichtung und Wort,
er weiß nur für Hass in seinem einfältigen Geist ein Ort!
Er sieht und hört, was er zu sehen und hören ist bereit,
so gräbt sich der Nationalismus als Droge in sein Geist!

Schenke einem lauten Rechten dein volles Gehör,
du wirst hören, was dein Verstand wahrlich verstört!
Sie nennen sich Deutsche, doch mit welchem Recht?
Glauben sie das der Geburt birgt dieses? Echt?

Was immer im Leben du bist zu schenken bereit,
kommt es vom Herzen, ist die Güte nie weit!
Denn schenke einem Menschen mit Herz dein Vertrauen,
ein Fundament, auf welches man kann Freundschaften bauen!

Denn jenseits von Nation, Herkunft, Land und der Religion,
liegt in der Weisheit der Menschlichkeit der höchste Lohn!
Denn!
Wirklich Deutscher ist der, der meine Sprache wahrlich spricht,
mit seinem Herzen und nicht der, der mit der guten Güte bricht!
Noch eines!
Gott ist Recht, ein Recht für jeden auf Freiheit und Leben
und uns ist der Kampf, für alle, danach und dafür zu streben!

Wohin des Windes weites Wehen, wie willst du die Liebe je verstehen? Ein Sturm, kein leises Tosen, ein Hauch, wie der Duft von Rosen? Als blinder Wanderer, so gehst du in die höllend heiße Sahara und mit dem Anbruch der Nacht, da wird dir vieles klarer. So wandelt sich warmes Licht in dunkle Kälte und die Hyäne des Abschieds, sie lacht ihr grobes Bellen. Nicht?!

Schaut! Die saftige Liebe, sie liegt am Boden! Die Geier, sie kommen, mit lautem Tosen! Auf zur Zerstücklung! Die letzte Feier!

Es ist ein Festmahl, bereitet aus Freude, bereitet aus Leid. So ziehe es an, dies grausame Totenkleid! Die Tafel ist reichlich gedeckt, mit dem, was die Liebe zerstört und die Schergen des Todes, sie sind in Scharen betört. Ein jeder im Wissen: Liebe ohne Glauben muss gehen! Sag, mag denn niemand die Hoffnung in ihrer Schönheit sehen?

Seht! Im Garten des Glaubens verwelkt die Rose des Glücks, sie weicht, doch der Gestank des Todes nicht. Des Winters Eden.

Der Kadaver der Liebe verrottet im heißen Wüstensand. So groß des Sandes Meer, ein niemand ihn fand. Der faulige Gestank weicht der klaren Nacht: Niemand gab auf diese Liebe Acht! So geht ein Wanderer mit vielen Narben, gezeichnet durch den dornigen Rosengarten. Dorn um Dorn weicht der Wind und offenbart die Stille des Moments – Wohl dem, der diesen nicht kennt.

 


Das Gedicht entstand um begreiflich zu machen, dass ein guter Teil der Liebe selbst, vor allem die fordernden Liebe, also die zu einem Partner, eben auch immer einen gewissen Wahnsinn in sich trägt. Sehnsüchte werden auf jemand projiziert ohne je zu wissen, ob es eine Zukunft hat. Genau deshalb braucht die Liebe wohl ein wenig Blindheit und jeder, der „Blind“ jemanden auf spezielle Art vertrauen kann, sollte diesen Reichtum bewusst schätzen lernen. Wer es nicht tut, verliert den Glauben und den Blick für das, was er gefunden hat. Geht der Wahn, kehrt die Realität heim und diese ist leider nicht selten deutlich grauer als die Farben der Liebe zuvor. Liebe braucht Zukunft, gibt es diese nicht, wird außer Leid nichts am Ende warten, reich beschenkt ist der, der die „Stille des Moments“, die Erkenntnis des Verlustes eben nicht kennt und vielleicht sogar das Glück hatte, diesen niemals kennenlernen zu müssen. Klug ist der, der begreift, dass die Liebe auch Grenzen kennen muss, denn wer zu viel opfert, wird Wunden davontragen, die niemals heilen. Denn was die Liebe wirklich braucht, ist die Hoffnung und dafür braucht es ein starkes Herz und Mut zum Verstand.

Mein Dank geht an Avesta, für den Titel der nun diesem Gedicht einen Namen gibt. 🙂

Ein sanfter Hauch liegt noch in der Luft,
betörend, unaufdringlich und filigran.
Eine Hand die dich streicheln muss,
im Moment so leer und nutzlos arm.

Die Erinnerung an zarte Haut,
bespannt weiblich perfekte Form.
Ein Blick der einen töten muss,
doch es fühlt sich an – enorm!

Ein Lächeln was meine Seele kennt,
erreicht mein Herz nur zu leicht.
Die Zeit viel zu schnell verrinnt,
dass so schöne Lachen weicht.

Was bleibt ist die Erinnerung:
an tiefe Augen, an duftendem Haar.
Was bleibt ist die Erkenntnis:
Etwas fehlt: es ist furchtbar wahr.

Im Gestrüpp des Glaubens fein,
stellt dir dein Wissen gern ein Bein.
So schaust du, denkst: ich finde wieder,
doch verloren, Wissen, Geist, es legt sich nieder.

Die Wege des Denkens, sie gleichen Kreuzungen,
die Dornen des Lebens, sie bescheren Verletzungen.

Doch im Gestrüpp des Wissens rein,
findet sich der Glauben immer fein.
Du denkst: nicht alles muss ich wissen!
Und merkst: so lebst es sich nicht verbissen!

Wer enthüllt die Wahrheit ist nicht dumm,
wer nicht denkt, der tut kein Wissen kund!
Denn Wissen ist meist nur ein Glaube,
so hörst du genau so gut wie der Taube.

Das Geschwitscher der Gedanken lägst erfasst,
ein Vogel in seines Gesanges Pracht!
So verstumme und begreife zu entwirren,
nichts enthüllt sich nur durch stieren!

Des Rosen-Herz

An einem November Morgen,
verborgen im frühen Tag,
lag eine Rose verloren,
gebettet, wie sonderbar.

Was mag der Rose fehlen,
kein Gedanke so nah,
was mag der Rose Regen,
wie der Sonne Strahlen wahr.

Ach kleine Rose-Mühen,
deine Wurzeln noch fest,
einst Knospen Blühen,
nun im Dunklen Nest.

So mag der Sommer warten,
welch Strahlen, welch Glanz,
im Winter nur verwahren,
den Frühlings Blühen Tanz.

So schaue auf des Rosen Grau,
verdorrt und doch so Stark,
mag sie erblühen im frühen Tau,
Stacheln, und doch behutsam Zart.

Die Sonne grüßt ihr Strahlen,
so sanft das rote Rosen-Herz,
mag dieses deines stahlen,
im Lächeln, des Lippen Vers.

Auch ein Gedicht, was ich vor kurzem wiederfand. Irgendwie lesen sich nun die letzten Beiträge zwar ein wenig negativ im Sinne eines Vergleichs Tod vs. Leben, aber sie sollen viel mehr an den Wert jeden einzelnen Lebewesens erinnern. Alles was lebt ist wertvoll und jeder Mensch ist dies ebenso. Wenn ich könnte, dann würde ich das Leid, global und als Konstrukt betrachtet, von der Welt entfernen, aber das kann ich nicht. Auch Leid ist ein Bestandteil des Lebens und für nicht wenige Menschen ebenso das eigene, emotionale Leid. Ich bewundere die Menschen, die jeden Tag sich durch den Alltag kämpfen und beneide die, denen das kein Problem bereitet. Das Werk ist aber denen gewidmet, die am Ende eines Kampfes stehen und vielleicht mit unter 20 längst alt sind. Mögen sie dennoch noch sehr lange leben!

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